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Keep Surfing

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Beschreibung:
Münchner wissen es. Und jeder Touristenführer verrät es: Neben dem Haus der Kunst existiert ein schnell fließenden Seitenarm der Isar namens Eisbach. Der produziert eine wunderbare, stehende Welle, die sich sehr gut zum Surfen eignet. Das Überraschende ist freilich, dass sich rund um diesen kleinen Spot tatsächlich eine ganze Subkultur bildete, deren Enthusiasmus für diesen Sport ihr Leben prägt. Ihre Begeisterung und Lebensfreude führte im Laufe weniger Jahre zu einer stetig wachsenden, einzigartigen Gemeinschaft von Flusssurfern. Surffans auf der ganzen Welt schwärmen inzwischen von der perfekten Welle am Münchner Eisbach.

Es ist fast genauso wie in jedem großen Surferfilm, angefangen bei John Milius' Klassiker „Big Wednesday“. Denn sogar bei dieser Doku gibt es „The Big One“, die Welle von immensen Ausmaßen, die töten kann. Nicht direkt auf der Isar. Obwohl der Fluss, vor allem bei Hochwasser, schon sehr gefährlich sein kann. Die Münchner Freunde Gerry Schlegel, Florian Kummer und Quirin Rohleder finden ihre Herausforderung einmal in der überfluteten Rhône, dann wieder in den gewaltigen Stromschnellen des kanadischen Skookumchuck. Eine Gratwanderung zwischen ultimativen Kick und Todesnähe, wenn einer besonders lange im Weißwasser-Wirbel verschwunden bleibt. Als „Hold Down“ bezeichnen Surfer dieses Nahtod-Erlebnis.

Über fünf Jahre arbeitete Björn Richie Lob mit Herzblut an dem abenteuerlichen Projekt. Seine Mission hat sich gelohnt. Ihm gelangen großartige Aufnahmen mit High-Speed-Kameras. Seine Dokumentation, die auf dem Münchner Filmfest mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, besitzt alles was das Surfen ausmacht: Herrliche Bilder, dramatische Geschichten, bewegende Gefühle. „Ich wollte die Geschichte des Flusssurfens“, verrät der Regisseur und leidenschaftliche Wellenreiter, „über seine Personen erzählen, weil es lebendiger und authentischer ist“. Und tatsächlich machen, neben dem rauen Stil, nicht zuletzt die ungewöhnlichen Lebensentwürfe seiner Protagonisten den besonderen Charme dieser Surfer-Hymne aus. Sie vermitteln vor allem eines: anarchistischen Spass an der Freude. Ein Film, wie ein ungeschliffener Diamant, der so manche millionenschwere Produktion alt aussehen lässt.
Text: Schauburg Karlsruhe

FSK:  Keine Angabe
Film-Länge: 94 Minuten
Darsteller: Dieter Deventer, Eli Mack, Quirin Rohleder, Walter Strasser,
Offizielle Homepage:
http://www.keep-surfing.de/

Vorführungen heute, am 27.04. in folgenden Kinos:

Keine Vorführungen dieses Films!

Weitere Vorführungen:

Dieser Film wird zur Zeit nicht gespielt!

Meinungen und Bewertungen:
Bewertungen dieses Eintrags

Der Film Keep Surfing wurde von unseren Benutzern folgendermaßen bewertet:

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  • maria becker schrieb am 30.07.2010 um 21:17 Uhr
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    Keep Surfing ist absolut sehenswert, bewegend und spannend!

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